REALTALK · 14. April 2026
Brauche ich eine Haftpflicht mit 22?
Du bist 22, noch in Ausbildung oder gerade fertig. Privathaftpflicht? Hast du nie drüber nachgedacht. Läuft ja irgendwie alles über Mama. Realtalk: Vielleicht schon lange nicht mehr.
Wann du automatisch rausfällst
Die Privathaftpflicht deiner Eltern deckt dich nur so lange ab, wie du in der ersten Ausbildung oder im Erststudium bist und keinen eigenen Haushalt gründest. Sobald du Gesellenbrief, Bachelor oder ersten festen Job hast – drei Monate Kulanzfrist, dann ist Schluss. Gleiches gilt, wenn du mit Partner:in zusammenziehst oder heiratest.
Warum das ein Problem ist
In dem Moment, wo du raus bist und keine eigene Haftpflicht hast, bist du persönlich haftbar für alles, was du aus Versehen kaputt machst. Wasserschaden beim Nachbarn: 2.000 € aufwärts. Kollision mit dem Rad auf jemandes Auto: auch schnell 3.000 €. Personenschaden: sechsstellig. Du zahlst das ein Leben lang ab.
Was die eigene Haftpflicht kostet
3 – 6 Euro im Monat. Das ist weniger als zwei Döner. Sie sollte mindestens 10 Millionen Euro Versicherungssumme haben (klingt absurd, kostet kaum mehr) und Gefälligkeitsschäden einschließen. Viele Versicherer bieten sie jung und günstig an – jetzt abschließen ist leichter als warten, bis was passiert.
So findest du raus, ob du noch über Mama läuft
Frag deine Eltern nach dem aktuellen Versicherungsschein ihrer Privathaftpflicht. Steht da „beitragsfrei mitversichert: Kind(er) in erster Ausbildung“? Dann läufst du noch drüber. Sobald der Satz nicht mehr zutrifft, brauchst du deine eigene. Ruf im Zweifel beim Versicherer an oder schreib uns – wir schauen mit drauf.